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Sonntag, 07. Mai 2006, 14:00 Uhr
Orangerie Darmstadt
Festsaal im Garten
Bessunger Str. 44
64285 Darmstadt
Eintritt: 10 Euro (freie Platzwahl)
Tickets:
Darmstadt: Ticketshop, Luisenplatz 5
Frankfurt: Abedin Enterprise, Moselstr. 8
Frankfurt: See-Land, Münchener Str. 8
oder vor Ort an der Kasse.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahre 1921 besuchte Rabindranath Tagore, erster Träger des Literatur-Nobelpreises
aus Asien, auf Einladung von Hermann Graf Keyserling Darmstadt. Der Besuch sollte dazu
beitragen, den geistigen Austausch von Menschen verschiedener Kulturkreise voranzutreiben.
Hermann Graf Keyserling lebte den Gedanken des multikulturellen Miteinanders als Basis der
Völkerverständigung. Er darf als Vordenker multikultureller Ideen gelten.
Auch die Deutsch-Bengalische Gesellschaft setzt sich seit langem dafür ein, den
interkulturellen Austausch zu fördern. Aus diesem Grund wollen wir an den Besuch
Tagores in Darmstadt vor 85 Jahren erinnern. Unsere Veranstaltung soll die künstlerische
Vielfalt Tagores und Bengalens näher bringen.
Tagore schrieb Gedichte, Kurzgeschichten, Romane, Dramen und philosophische Aufsätze.
Er komponierte Lieder und malte Bilder. Tagore wird oft mit Goethe verglichen. Gemeinsam
ist den beiden, dass sie in der Kulturgeschichte ihrer Länder eine herausragende Rolle
einnahmen. Beide waren ungemein kreative Künstler, universelle Geister, und beide vertraten
das Konzept einer "Weltliteratur". Tagores Werke in Bengalen sind heute viel lebendiger
als Goethes Werke in Deutschland. Dies gilt vor allem für Tagores Lieder, die er größtenteils
selbst geschrieben und komponiert hat. Er schrieb Liebeslieder, spirituelle Lieder und Lieder,
die die Schönheit Bengalens preisen. Diese Lieder sind in Bangladesch und im indischen
Bundesstaat Westbengalen sehr populär.
Tagore war kein politischer Aktivist, doch hat er viel bewirkt. Während der Kolonialzeit
vermittelte er seinen Landsleuten das Bewusstsein von der Größe der eigenen Kultur.
Heute liegt seine Bedeutung wohl vor allem in seiner universalen Geisteshaltung.
Engstirniger Nationalismus war ihm genauso verhasst wie religiöser Fundamentalismus.
Sein Ziel war eine aufgeklärte, säkulare Weltgemeinschaft, die Sehnsucht nach einer
friedlichen Koexistenz der unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Die multikulturelle
Gesellschaft ist weder Utopie noch Vision, sie ist greifbare Realität – und dies insbesondere
in den Metropolen Westeuropas, wozu sich Frankfurt am Main, Darmstadt oder Offenbach
gerne zählen.
Folgende Programmpunkte haben wir für die Veranstaltung vorgesehen:
Tanz und Musik aus Bangladesh und Indien.
Dazu Volkstanz- und Musikdarbietungen, Rezitationen und Vorträge (u.a. eine Rede von PD Dr. phil. habil.
Ute Gahlings, Technische Universität Darmstadt).
Mit multikulturellen Grüßen
Hamidul Khan und Reinhard Wehber
Weitere Informationen: Tel. und Fax: 069 / 58 94 47
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse an unserer Arbeit geweckt haben.
Sie können uns unterstützen mit einer kleinen Spende an:
Deutsch-Bengalische Gesellschaft e.V.
Kontonummer 13 810 28000
BLZ 500 101 11
SEB Bank AG FFM
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